Gedichte
Bedeutende Werke der Sufi-Dichtung mit Originaltexten, wissenschaftlichem Kommentar und Analyse ihres philosophischen und theologischen Gehalts.
10 Artikel
Ana al-Haqq: Ich bin die Wahrheit
Halladschs ekstatischer Ausruf Ana al-Haqq und die Verse, die sein Martyrium begleiteten: nicht Anspruch auf Göttlichkeit, sondern die Abwesenheit des Ego.
Das Lied des Rohrs: Die Eröffnung des Masnavi
FeaturedDie Eröffnungsverse von Rumis Masnavi, das Ney-name: Trennung, Sehnsucht, das Feuer der göttlichen Liebe und die Reise der Seele zurück zu ihrem Ursprung.
Die Taverne des Ruins
Hafiz' Symbolik der Weintaverne: Wein als göttliche Liebe, die Taverne als Versammlungsort der Suchenden, der Ruin als Auflösung des Ego.
Die Liebe nahm mich mir
Yunus Emres Gedicht über die Liebe als verwandelnde Kraft, die das Ego auflöst und den Menschen erst zu dem macht, was er wirklich ist.
Die Motte und die Flamme
Attars Allegorie der Motte, die sich in die Flamme stürzt: wahre Erkenntnis verlangt die Auslöschung des Erkennenden, nicht bloße Betrachtung von außen.
Erkenntnis heißt dich selbst erkennen
Yunus Emres berühmtes Gedicht über die Selbsterkenntnis als höchstes Wissen: Wer sich selbst nicht kennt, dem nützt alles Bücherstudium nichts.
Ich starb als Mineral
Rumis Gedicht über die geistige Evolution der Seele: Tod und Wiedergeburt auf jeder Stufe des Aufstiegs, vom Mineral zum Engel und darüber hinaus.
Komm, komm, wer du auch bist
Rumis berühmtestes Gedicht in seinem ursprünglichen Kontext: keine Einladung zum Relativismus, sondern ein Ruf zur Umkehr, verwurzelt in der prophetischen Barmherzigkeit.
Mein Herz ward fähig jeder Form
Ibn Arabis berühmtes Gedicht aus dem Tarjuman al-Ashwaq über das Herz, das fähig ist, jede Form anzunehmen: Liebe als höchste Erkenntnisform, nicht Relativismus.
Nicht Christ und nicht Jude
Rumis Gedicht über die Auflösung aller Identitäten: kein philosophischer Relativismus, sondern Sprache aus dem Zustand des Fana, der Auslöschung des Ego vor dem Göttlichen.